Neugkeiten Archiv

Hochwasser: Viele Hilfsangebote für Betroffene in RLP und NRW

Von dem Hochwasser, das in einigen Regionen Deutschlands und insbesondere in NRW und im Norden von Rheinland-Pfalz enorme Schäden angerichtet hat, sind auch zahlreiche Physiotherapiepraxen betroffen.

Mit vielen von ihnen stehen die Mitglieder der „Task Force Hochwasser“ der vier maßgeblichen Physiotherapieverbände IFK, PHYSIO-DEUTSCHLAND, VDB und VPT bereits in Kontakt und haben eruiert, welche Hilfen von wem benötigt werden.

Mitglieder unserer Landesgruppen und Landesverbände haben entsprechende Unterstützungsanfragen oder auch Hilfsangebote gemeldet. Aber auch aus ganz Deutschland erreichen uns Mails der Betroffenheit und entsprechende Angebote.

Aber: noch immer gibt es in einigen Regionen keinen Strom, Wasser oder ein Mobilfunk- oder Internetsystem. Bis zu einem funktionierendem Praxisablauf ist es noch weit hin.

Landeshilfen RLP

In RLP gibt es mittlerweile ein Soforthilfeprogramm der Landesregierung, in dem sehr unbürokratisch bis zu 3.500€ abgerufen werden kann.

Den entsprechenden Link der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion RLP findet Ihr hier:

https://add.rlp.de/de/themen/hochwasserkatastrophe-hotlines-und-spendenkonten/

Die Landeshilfen für NRW finden Betroffene unter

www.land.nrw/de/soforthilfe

Hilfsplattform RLP- auch für PhysioInventar für alle Betroffenen und Spender

Eine weitere Plattform in RLP ist über den Link https://fluthilfe.rlp.de erreichbar. Hier kann als Privatperson oder als Organisation einfach Hilfe angeboten oder angefordert werden.

Wir empfehlen, diese Plattform zu nutzen, wenn konkrete Angebote von Praxiszubehör vermittelt werden kann. Dies kann auch deutschlandweit erfolgen.

Da diese Plattform datenschutzkonform und mit der direkten Möglichkeit der Kontaktaufnahme einer von uns überlegten digitalen Plattform überwiegt, möchten wir auffordern, die Hilfsangebote hier zu bündeln.

Gespräche mit dem GKV-Spitzenverband

Parallel dazu stehen die Verbandsvertreter*innen im engen Austausch mit dem GKV-Spitzenverband. Gerade Physiotherapiepraxen, die durch das Hochwasser auch Geschäftsunterlagen wie Verträge, Verordnungen oder digitale Dokumente verloren haben, sind auf kulante und unbürokratische Lösungen bei der Abrechnung angewiesen. Der GKV-Spitzenverband steht dazu in enger Abstimmung mit seinen Mitgliedskassen.

Die Kassen waren insgesamt schon sehr gut über die aktuelle Lage informiert. Wir haben dies um einige der besprochenen Punkte aus der Task Force ergänzt, sodass dem GKV-SV nun alle bisher bekannten Probleme bekannt sind. 

Beim GKV-SV findet Anfang nächster Woche ein weiteres Abstimmungsgespräch zur aktuellen Lage zwischen den Kassen statt, an dem alle Problematiken – auch unser Vorschlag zur Ausgleichszahlung – besprochen werden sollen. Zugesichert wurde uns bereits jetzt, dass es zu unbürokratischen Hilfen kommen wird und wir gemeinsam Lösungen finden werden.

Alles in allem war es ein positives Gespräch und wir sind gespannt, was der GKV-SV uns mitteilen wird und wie die Lösungen im Detail aussehen werden.

Hingewiesen hatten wir in unserer letzten Mitteilung schon auf die Möglichkeit, die Behandlungen an anderen Orten zu erbringen – zunächst bis zum 15. August 2021. So können beispielsweise Heilmittel, für die kein Hausbesuch verordnet war, im Haus des Versicherten oder an einem anderen Ort erbracht werden. Dadurch entsteht jedoch kein Anspruch auf die Hausbesuchsvergütung. Entsprechende Verordnungen müssen mit dem Kürzel „HW“ markiert werden.

●        Das Schreiben des GKV-Spitzenverbandes findet Interessierte hier.

Beiträge der Arbeitgeber*innen zur Sozialversicherung

In einem weiteren Rundschreiben hat der GKV-Spitzenverband bereits darüber informiert, welche Vorgehensweise er im Umgang mit Arbeitgebern empfiehlt, die ihre Beiträge nicht rechtzeitig bezahlen können ( - LINK ZUM ANSCHREIBEN/PDF).

Anspruch auf Kurzarbeitergeld

Wir weisen nochmals darauf hin, dass Menschen aus den betroffenen Regionen einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. Aus Sicht der Verbände ist die aktuelle Situation in den betroffenen Regionen ein „unabwendbares Ereignis“ durch „außergewöhnliche Witterungsumstände“ und damit besteht ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

●        Infos dazu gibt es hier in dem Merkblatt der Agentur für Arbeit auf Seite 13 im 2. Absatz.

Weitere Informationen erhalten Betroffene über ihren Steuerberater*in.

Zum Schluss möchten wir nochmal auf unser eingerichtetes Spendenkonto RLP  hinweisen, welches Ihr in unserer Netzmeldung findet: https://rps.physio-deutschland.de/landesverband-rheinland-pfalzsaarland/news-regional/einzelansicht/artikel/hochwasserkatastrophe-in-rheinland-pfalz.html

Vielen Dank für Eure zahlreichen Nachrichten und Angebote. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Passt auf Euch auf!

Eure Vorstände und die Mitarbeiter*innen der Geschäftsstellen