Update zum Direktzugang: NRW positioniert sich

Die Diskussion um den Direktzugang in den Therapieberufen nimmt an Fahrt auf! In einer aktuellen Antwort auf eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen ihre Position zum direkten Patientenzugang ohne ärztliche Verordnung dargelegt.

Das sind die wichtigsten Erkenntnisse für Physiotherapeuten:

  • Potenzial erkannt: Die Landesregierung sieht im Direktzugang eine Chance zur weiteren Stärkung und Professionalisierung des Berufsbildes.
  • Patientenwohl im Fokus: Ein direkter Zugang kann laut NRW-Landesregierung zu einer patientengerechteren Versorgung beitragen.
  • Fachkräftemangel: Die Politik erkennt an, dass der Direktzugang die Attraktivität der Ausbildung steigern und so bei der Fachkräftegewinnung helfen kann.
  • Akademisierung als Basis: NRW betont seine Vorreiterrolle bei der hochschulischen Ausbildung und sieht die wissenschaftliche Expertise im Land als wichtiges Pfund für die kommenden Reformen.

Aber: Der Ball liegt in Berlin.  Die Landesregierung macht deutlich, dass die Gesetzgebungskompetenz allein beim Bund liegt. NRW verspricht jedoch, den Prozess eng zu begleiten und die eigene Expertise in die Bundesratsverfahren einzubringen.

Unser Fazit: Es ist ein wichtiges Signal, dass die Potenziale des Direktzugangs für die Versorgungssicherheit – gerade im ländlichen Raum – anerkannt werden. Die geplante Reform der Berufsgesetze durch die Bundesregierung muss zügig und "zukunftsfest" kommen. Der VPT ist dran – und wird hartnäckig an dieser Reform mitarbeiten!